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Kultur und Kunst



Vier Kulturen. Streng genommen existiert keine eigentliche Schweizer Kultur, sondern es gibt mehrere Kulturen. Entsprechend den jeweiligen Sprachräumen gibt es z.B. eine deutschschweizerische, französischschweizerische und eine ita­lienischschweizerische Literatur. Als vierte kommt die rätoromanische hinzu, die jedoch nur regionale Bedeutung besitzt. Zum kulturellen Erbe gehören die Volksmusik, das Volkstheater, die Feste und Trachten. Mehrere Vereinigungen wie die „Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde", die Stiftung „Pro Helvetia" und die „Schweizerische Trachtenvereinigung" setzen sich für die Bewahrung des Brauchtums ein.

Die Museen. In der Schweiz sind über 600 Museen registriert. Das ist eine beträchtliche Anzahl, gemessen an der territorialen Größe des Landes. Die meis­ten Museen tragen Gemeinde- und Kantonscharakter und sind für die Pflege des kulturellen Erbes von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die großen Museen sind zumeist kommunale Einrichtungen. Mit allein über 20 Museen ist Zürich das Zentrum. Hervorzuheben ist das dortige Schweizerische Landesmuseum. Seine Ausstellungsstücke widerspiegeln die kulturelle Vielfalt in ihrer historischen Entwicklung von der Altsteinzeit bis zum 20. Jh. Das 1898 eröffnete Museum ist im Besitz der Eidgenossenschaft. Bedeutende Kunstwerke sind im Besitz von Privatsammlungen. Die thematische Breite des Kunsthauses Zürich wiederum reicht von den Alten Meistern (niederländischer und italienischer Barock) über Schweizerische Künstler (Böcklin, Hodler, Vallaton, Amiet u.a.) bis zur internationalen Modern seit dem Impressionismus (u. a. Monet, Kokoschka, Picasso, Chagall). Bedeutende Kunstmuseen befinden sich auch in Basel, Genf und Bern. So besitzt das Basler Kunstmuseum die größte Sammlung der Schweiz mit Werken Alter Meister (Familie Holbein, Dürer, Witz u. a.) und auch der Modernen (Cezanne, Picasso u. a.). In Genf ist die moderne Kunst im Musee Rath ein Begriff, während das Berner Kunstmuseum das Schaffen vor allem europäi­scher Maler und Bildhauer ausstellt. Dort ist auch die größte Paul-Klee-Sammlung der Welt zu bewundern.

Bedeutende Kunstwerke sind im Besitz von Privatsammlungen. Eine der berühmtesten ist die von Oskar Reinhard in Winterthur. Sie umfasst Werke französischer und niederländischer Meister: Chardin, Daumier, Gauguin, Renoir, Van Gogh, Bruegel, Rembrandt, Rubens u. a.

Die Theater. Das Theater in der Schweiz schöpft ebenfalls aus vielen kulturhis­torischen Quellen. In der deutschsprachigen Schweiz reicht die Tradition bis in das Mittelalter und im französischsprachigen Landesteil bis in das 18. Jh. zurück. In St. Gallen fanden bereits im 10. Jh. Osterspiele statt - eine Frühform der Passionsspiele. Vor allem das Volkstheater gewann sehr früh an Bedeutung. Die Theater in der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz sind im 18. Jh. durch Laienspielgruppen ergänzt worden. Die Französische Revolution von 1789 trug auch in vielen Schweizer Städten zur Entwicklung des bürgerlichen Theaters bei. Zum wichtigsten Zentrum des deutschsprachigen Theaters entwickelte sich Zürich.

Themen aus der Geschichte des Landes stehen häufig im Mittelpunkt der Volkstheater. So wurde 1912 „Wilhelm Teil" nach dem Schillerschen Drama in Interlaken erstmals aufgeführt und seither - nur unterbrochen durch die beiden Weltkriege - als „Nationalstück" der Schweizer alljährlich von Einwohnern dieses Ortes dargeboten. Heute sind in Basel, Bern, Zürich und Genf die bedeutend­sten Schauspielstädten des Landes.

Internationales Ansehen bekamen die deutschsprachigen Bühnen in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, als viele deutsche Autoren, Schauspieler und Theater­schaffende in die Schweiz emigrieren mussten.

Nicht unerwähnt seien die vielen Klein- und Experimentierbühnen, von denen nach dem Zweiten Weltkrieg viele auch in der französischen Schweiz entstanden sind. Ihre Darsteller sind häufig Laienkünstler; auch diese Bühnen bereichern das Theaterleben des Landes erheblich.

KURZER ÜBERBLICK ÜBER DIE KANTONE

AARGAU

Fläche 1 404 km2

Einwohner 507 5081

Hauptstadt Aarau

Amtssprache Deutsch

APPENZELL- AUSSERRHODEN

Fläche 243 km2

Einwohner 9 068

Hauptstadt Herisau

Amtssprache Deutsch

APPENZELL-INNERRHODEN

Fläche 172 km2

Einwohner 15 045

Hauptstadt Appenzell

Amtssprache Deutsch

BASEL-LANDSCHAFT

Fläche 518 km2

Einwohner 256 535

Hauptstadt Liestal

Amtssprache Deutsch

BASEL-STADT

Fläche 37 km2

Einwohner 193300

Hauptstadt Basel

Amtssprache Deutsch

BERN

Fläche 5 964 km2

Einwohner 945 500

Hauptstadt Bern

Amtssprachen Deutsch, Französisch

FREIBURG

Fläche 1 671 km2

Einwohner 234 861

Hauptstadt Freiburg/ Fribourg

Amtssprachen Französisch, Deutsch

GENF

Fläche 282 km2

Einwohner 403 022

Hauptstadt Genf/Genève

Amtssprache Französisch

GLARUS

Fläche 685 km2

Einwohner 38 535

Hauptstadt Glarus

Amtssprache Deutsch

GRAUBÜNDEN

Fläche 7 106 km2

Einwohner 185 532

Hauptstadt Chur

Amtssprachen Deutsch, Rätoromanisch, Italienisch

JURA

Fläche 839 km2

Einwohner 68 964

Hauptstadt Delmont

Amtssprache Französisch

LÜZERN

Fläche 1 492 km2

Einwohner 343 314

Hauptstadt Luzern

Amtssprache Deutsch

NEUENBURG

Fläche 796 km2

Einwohner 166651

Hauptstadt Neuenburg/Neuchatel

Amtssprache Französisch

NIDWALDEN

Fläche 276 km2

Einwohner 37 579

Hauptstadt Stans

Amtssprache Deutsch

OBWALDEN

Fläche 492 km2

Einwohner 31 852

Hauptstadt Sarnen

Amtssprache Deutsch

ST. GALLEN

Fläche 2012 km2

Einwohner 442350

Hauptstadt Sankt Gallen

Amtssprache Deutsch

SCHAFFHAUSEN

Fläche 298 km2

Einwohner 73664

Hauptstadt Schaffhausen

Amtssprache Deutsch

SCHWYZ

Fläche 907 km2

Einwohner 122779

Hauptstadt Schwyz





Дата публикования: 2014-11-29; Прочитано: 305 | Нарушение авторского права страницы | Мы поможем в написании вашей работы!



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